Welche Einmachgläser eignen sich zum Einkochen?
Am besten eignen sich dafür hergestellte Einmachgläser (Mason Jars). Es gibt sie in Halb-Pint (rund 240 ml), Pint (rund 470 ml), 1½ Pint, Quart (rund 950 ml) und ½ Gallone. Die NCHFP nennt dazu Gläser mit einer Standardöffnung von etwa 6 cm und Weithalsgläser mit etwa 7,6 cm sowie Dekor-Geleegläser mit 240 und 350 ml.
Verwende nur Gläser ohne Sprünge, Abplatzer oder Macken am Rand. Der Dichtungsbereich muss glatt und sauber sein. Mit sorgfältiger Handhabung lassen sich Einmachgläser laut NCHFP vielmals wiederverwenden.
Welche Glasgröße brauche ich für mein Rezept?
Die, die im Rezept steht. Eine Prozesszeit gilt nur für die ausdrücklich genannte Größe. Ein Rezept für Halb-Pint- oder Pint-Gläser überträgst du nicht ohne Weiteres auf größere Gläser.
Wähle deshalb erst die geprüfte Anleitung und dann das Glas. Obstrezepte nennen oft Pint- oder Quart-Gläser, Fruchtaufstriche meist Halb-Pint-Gläser. Weite Öffnungen erleichtern das Füllen, ersetzen aber keine passende Zeit.
Auch die Form (Sechskant, Sturzglas, Marmeladenglas) ist zweitrangig. Entscheidend sind Hitzebeständigkeit, unbeschädigter Rand und die Größe aus dem Rezept.
| Glastyp | Eignung zum Einkochen | Hinweis |
|---|---|---|
| Einmachglas (Mason Jar) | empfohlen | vielmals wiederverwendbar |
| Mayonnaise-/Dressingglas, Pint oder Quart | nur säurehaltige Lebensmittel | schmalere Dichtfläche, mehr Undichtigkeit und Bruch |
| Dekorative Vorrats- oder Recyclinggläser | nicht automatisch geeignet | nur für trockene Vorräte oder Kühlschrankware, wenn Eignung unklar |
Darf ich Mayonnaise- und Schraubgläser verwenden?
Nur eingeschränkt. Die NCHFP lässt handelsübliche Gläser von Mayonnaise oder Salatsoße in Pint- und Quart-Größe für säurehaltige Lebensmittel zu, kombiniert mit neuen Zwei-Teile-Deckeln. Sie haben eine schmalere Dichtfläche und sind weniger stark gehärtet als Einmachgläser. Rechne mit mehr Undichtigkeit und Bruch.
Für den Druckeinkocher rät die NCHFP von solchen Gläsern wegen zu hohen Bruchs ab. Im Zweifel verwendest du sie für Kühlschrankware oder trockene Vorräte.
Welche Deckel und Schraubringe gehören dazu?
Das System besteht aus einem flachen Metalldeckel mit Dichtmasse und einem Schraubring, der den Deckel beim Erhitzen hält. Verwende neue Deckel. Die Dichtmasse unbenutzter Deckel funktioniert laut NCHFP mindestens 5 Jahre ab Herstellung.
Prüfe jeden Deckel auf Defekte, nimm keine alten, verbeulten oder verformten Deckel. Bereite sie nach der Anleitung des Herstellers vor und lege sie mit der Dichtungsseite nach unten auf den sauberen Rand.
Den Schraubring ziehst du weder zu locker noch zu fest an: Zu locker kann Flüssigkeit austreten und der Verschluss misslingen, zu fest kann keine Luft entweichen und das Obst verfärbt sich.
Wie prüfst du, ob das Glas dicht ist?
Lass die Gläser 12 bis 24 Stunden bei Raumtemperatur abkühlen und ziehe die Deckel nicht nach. Nimm dann den Schraubring ab und prüfe mit einer von drei Methoden.
- Drücktest: Drücke die Deckelmitte mit dem Finger. Federt der Deckel zurück, ist das Glas nicht dicht.
- Klopftest: Klopfe mit der Unterseite eines Teelöffels auf den Deckel. Ein dumpfer Ton heißt nicht dicht, ein heller, klingender Ton heißt dicht.
- Sichttest: Halte das Glas auf Augenhöhe. Der Deckel soll in der Mitte leicht nach unten gewölbt sein. Flach oder nach oben gewölbt deutet auf einen Fehler.
Was tust du mit einem Glas, das nicht dicht ist?
Entferne den Deckel und suche den Dichtrand nach winzigen Macken ab. Danach hast du drei Möglichkeiten: Du tauschst Glas oder Deckel und verarbeitest den Inhalt binnen 24 Stunden mit der gleichen Zeit erneut, du frierst ihn mit 3,8 cm Kopfraum ein oder du stellst ihn in den Kühlschrank und verbrauchst ihn innerhalb weniger Tage.
Gläser, die dicht geblieben sind, lagerst du ohne Schraubring kühl und dunkel. Der Ring ist auf gelagerten Gläsern nicht nötig; gewaschen und trocken aufbewahrt, nutzt du ihn weiter. Hängt er fest oder rostet, entferne ihn früher.