Welcher Lorbeer ist essbar?
Verwende als Lebensmittel verkauften Gewürzlorbeer oder Blätter einer zweifelsfrei bestimmten Pflanze. Sammle keine glänzenden Heckenblätter auf Verdacht. Kirschlorbeer ist giftig und darf nicht in den Gewürzvorrat gelangen.
Das BfR beschreibt Kirschlorbeer als bis zu 2 Meter hohen, immergrünen Strauch in Anlagen mit ledrigen, glänzenden Blättern und schwarzen Steinfrüchten. Giftige Teile sind Blätter und Samen; die blausäurehaltige Verbindung liegt als Glykosid vor. Wegen dieser Merkmale reicht der Blick auf ein Blatt nicht aus, um Gewürzlorbeer sicher zu erkennen.
Trocknen macht eine giftige oder falsch bestimmte Pflanze nicht essbar. Bei Unsicherheit verwendest du die Blätter nicht.
Muss man Lorbeerblätter trocknen?
Zwingend ist es nicht, aber üblich: Lorbeer wird als Trockengewürz verwendet, und getrocknete Blätter halten sich im Vorrat. Das NCHFP nennt Lorbeer ausdrücklich als Kraut, das sich getrennt in einzelnen Blättern trocknen lässt.
Wie frische Blätter beim Kochen wirken, behandeln die verwendeten Quellen nicht. Hier bleibt es bei dem, was belegt ist: Trocknen macht Lorbeer haltbar, es verändert aber nichts an der Frage, ob die Pflanze essbar ist.
Wie bereitest du Gewürzlorbeer vor?
Wähle unbeschädigte Blätter, spüle sie bei Bedarf kurz ab und tupfe sie trocken. Lege sie einzeln aus, damit beide Seiten Luft bekommen. Das NCHFP nennt das getrennte Trocknen der Blätter ausdrücklich als geeignete Methode für Lorbeer.
Entferne die besten Blätter vom Zweig und lege sie so, dass sie sich nicht berühren. Das hilft besonders bei hoher Luftfeuchte, wo das Aufhängen ganzer Zweige schlechter funktioniert.
Wie lange trocknen Lorbeerblätter?
Trockne sie an einem warmen, trockenen und dunklen Ort oder im Dörrautomaten bei etwa 35 bis 46 °C. Die Blätter sind fertig, wenn sie trocken und spröde sind. Eine eigene Stundenzahl für Lorbeer nennt das NCHFP nicht; für Kräuter im Dörrautomaten gelten 1 bis 4 Stunden. Bei dicken, ledrigen Blättern ist die Probe wichtiger als die Uhr: Lass ein Blatt abkühlen und biege es. Bricht es spröde, ist es fertig; gibt es nach, trocknest du weiter.
Eine zweite Methode nach NCHFP: Lege die Blätter auf Küchenpapier, ohne dass sie sich berühren, decke sie mit einem zweiten Tuch ab und lass sie bei sehr geringer Ofenwärme trocknen. Als Wärmequelle reicht über Nacht die Ofenbeleuchtung des Elektroherds.
| Methode | Bedingungen | Dauer |
|---|---|---|
| Dörrautomat | 35 bis 46 °C, Blätter einlagig | bei Kräutern allgemein 1 bis 4 Stunden |
| Backofen mit Restwärme | Blätter zwischen Küchenpapier, Ofenlicht | über Nacht |
| Warmer, dunkler, trockener Ort | Blätter einzeln ausgelegt | bis trocken und spröde |
Wie lagerst du Lorbeerblätter?
Lass sie abkühlen und bewahre sie unzerkleinert luftdicht, kühl, trocken und dunkel auf. Beschrifte das Gefäß eindeutig, damit niemand die Blätter mit einer anderen Pflanze verwechselt. Bei Beschlag, Schimmel oder muffigem Geruch entsorgst du den Inhalt.
Pack nur so viel in ein Glas, wie du in absehbarer Zeit brauchst. Jedes Öffnen bringt Luft und Feuchtigkeit an den Vorrat. Das NCHFP nennt für getrocknete Lebensmittel eine Lagerzeit von 4 Monaten bis 1 Jahr. Prüfe das Glas anfangs häufig auf Beschlag: Aus Gläsern erkennst du Feuchtigkeit sofort.