Wie machst du Bananenchips selber?

Gedörrte Bananenchips entstehen in fünf Schritten. Anders als gekaufte frittierte Chips bekommen sie ihre Haltbarkeit allein durch den Wasserentzug.

  • Feste gelbe Bananen schälen.
  • In gleichmäßige Scheiben von 6 bis 13 Millimetern schneiden.
  • Optional kurz in ein Bräunungsbad tauchen und gut abtropfen lassen.
  • Einlagig auf die Gitter legen und etwa 8 bis 10 Stunden trocknen.
  • Abkühlen lassen, Probe machen und sieben bis zehn Tage konditionieren.

Welche Bananen eignen sich für Chips?

Verwende feste gelbe oder leicht braun gesprenkelte Früchte. Sehr weiche, überreife oder gequetschte Bananen kleben stark und ergeben keine gleichmäßigen Chips. Die Colorado-Fachseite verlangt für das Dörren feste, reife Früchte.

Schäle sie und schneide möglichst gleichmäßige Scheiben mit ungefähr 6 bis 13 Millimetern Stärke, so nennt es das 4-H-Handbuch der Colorado State University. Dünnere Scheiben werden fester, dickere bleiben eher biegsam. Die Colorado-Fachseite arbeitet mit dünneren Scheiben von etwa 3 Millimetern und nennt dafür 6 bis 10 Stunden.

Wie verhinderst du starke Bräunung?

Tauche die Scheiben nach Packungsangabe in eine für Obst geeignete Ascorbinsäure-Lösung oder kurz in ascorbinsäurehaltigen Fruchtsaft. Lass sie gut abtropfen. Der Schritt verbessert vor allem die Farbe und ist nicht Voraussetzung für das Trocknen: Das 4-H-Handbuch nennt für Bananen ausdrücklich auch „keine Vorbehandlung“.

Die Colorado-Fachseite gibt konkrete Lösungen an. Säurebäder fördern nach Angaben der Fachseite außerdem das Abtöten von Keimen während des Trocknens.

Bräunungsbäder für Obst nach Colorado State University
BadMenge pro Liter kaltem WasserEinwirkzeit
Zitronensäure5 Gramm (1 Teelöffel)10 Minuten
Zitronensaftzu gleichen Teilen mit Wasser10 Minuten
Ascorbinsäure, stärkere Lösung34 Gramm (2½ Esslöffel)10 Minuten
Ascorbinsäure, gegen Bräunung (4-H-Handbuch)etwa ½ Teelöffel pro Quart (rund 1 Liter)5 Minuten

Wie lange trocknen Bananenchips?

Verteile die Scheiben in einer Lage. Die Extension-Fachtabelle nennt ungefähr acht bis zehn Stunden. Die tatsächliche Zeit hängt von Reife, Dicke und Gerät ab.

Starte nach dem 4-H-Handbuch bei 60 bis 66 °C und schalte nach zwei bis drei Stunden auf 54 bis 60 °C zurück. Zu hohe Hitze lässt die Außenseite verhärten, während innen Feuchtigkeit bleibt; die Utah State University nennt das Verhärten der äußeren Zellen („Case hardening“).

Lass ein Stück abkühlen. Es darf biegsam bis knusprig sein, zeigt aber beim Aufschneiden keine feuchte Mitte. Selbst gedörrte Bananenchips werden ohne Frittieren meist nicht so knusprig wie Handelsware.

Kann man Bananenchips im Backofen oder in der Heißluftfritteuse machen?

Im Backofen funktioniert es, dauert aber länger: Die Utah State University gibt zwei- bis dreimal so lange wie im Dörrautomaten an. Die Colorado-Fachseite empfiehlt für Ofen und Gerät 60 °C und rät, Bleche mit etwas Abstand zu den Wänden einzusetzen, damit die Luft zirkuliert.

Für Heißluftfritteuse und Mikrowelle fehlen belastbare Fachangaben zu Temperatur und Zeit. Jede Zeitangabe dafür wäre geraten. Entscheidend bleibt die Probe am abgekühlten Stück.

Wie lagerst du Bananenchips?

Konditioniere die abgekühlten Scheiben sieben bis zehn Tage locker im geschlossenen Glas. Schüttle täglich und trockne bei Beschlag nach. Danach lagerst du sie portionsweise, luftdicht, kühl, trocken und dunkel.

Bananen haben einen Feststoffanteil von 26 Prozent. Das ergibt rechnerisch aus 500 Gramm geschälten Bananen etwa 163 Gramm Chips: Rohgewicht mal 26 Prozent geteilt durch 80 Prozent. Das NCHFP nennt für Trockenfrüchte ein Jahr bei etwa 16 °C und sechs Monate bei etwa 27 °C.