Wann erntest du Majoran?

Schneide gesunde Triebe möglichst kurz vor dem Öffnen der Blüten. Das NCHFP nennt das als besten Zeitpunkt für die meisten Kräuter, wenn die Knospen kurz vor dem Aufblühen stehen. Ernte am Morgen, nachdem der Tau verdunstet ist, damit die Blätter nicht welken.

Entferne verfärbte, verschmutzte oder beschädigte Blätter. Spüle nur bei Bedarf und lass anhaftendes Wasser vollständig abtrocknen. Vermeide Quetschungen und lass die Triebe nicht in der Sonne liegen.

Wie trocknest du Majoran?

Binde wenige Stängel locker zusammen und hänge sie dunkel, trocken und gut belüftet auf. Alternativ verteilst du die Blätter einlagig im Dörrautomaten bei etwa 35 bis 46 °C.

Die Blätter sind fertig, wenn sie knusprig sind und leicht zerbröseln. Dickere Stiele brechen beim Biegen. Im Dörrautomaten dauert das nach dem NCHFP ungefähr 1 bis 4 Stunden, je nach Menge und Gerät.

Große, dicht gepackte Bündel eignen sich nicht, weil sie im Inneren feucht bleiben und schimmeln können. Das gilt nach dem NCHFP besonders für Kräuter mit hohem Feuchtigkeitsgehalt.

Majoran trocknen oder einfrieren?

Trocknen ist die einfachste Methode, denn laut NCHFP ist es der leichteste Weg, Kräuter zu konservieren. Du brauchst nur warme, trockene Luft, und getrockneter Majoran nimmt im Vorratsschrank wenig Platz ein.

Beachte die Stärke: Getrocknete Kräuter sind nach dem NCHFP 3- bis 4-mal intensiver als frische. Ersetzt du frischen Majoran im Rezept, nimmst du ein Viertel bis ein Drittel der angegebenen Menge. Wer lieber frisch würzt, kann einen Teil der Ernte einfrieren.

Frischen Majoran durch getrockneten ersetzen (NCHFP: ¼ bis ⅓ der Menge)
FrischGetrocknet
3 Teelöffel (1 Esslöffel)¾ bis 1 Teelöffel
6 Teelöffel (2 Esslöffel)1½ bis 2 Teelöffel
12 Teelöffel (4 Esslöffel)3 bis 4 Teelöffel

Warum soll Majoran ohne Pause trocknen?

Trocknen entzieht dem Kraut Wasser, ohne vorhandene Mikroorganismen abzutöten. Sie werden nur gebremst, solange das Wasser fehlt. Die Utah State University rät deshalb, die Wärme durchgehend zuzuführen: Bei zeitweiser Erwärmung können Temperaturen entstehen, bei denen sich Bakterien vermehren.

Lege die Blätter in einer Lage mit etwas Abstand aus, damit Luft an jedes Stück kommt. Der Luftstrom darf kräftig sein, aber nicht so stark, dass er die trockenen Blätter vom Gitter bläst. Ist die Temperatur zu hoch oder die Luft zu trocken, härtet die Oberfläche ab und schließt Feuchtigkeit im Inneren ein.

Wie bleibt Majoran aromatisch?

Lass ihn abkühlen, streife die Blätter ab und lagere sie möglichst unzerkleinert luftdicht, kühl, trocken und dunkel. Kleine Behälter schützen den übrigen Vorrat beim Öffnen vor feuchter Luft.

Zerreibe Majoran erst direkt beim Würzen, dann bleibt das Aroma länger erhalten. Prüfe den Vorrat gelegentlich: Beschlag am Glas zeigt Restfeuchte an, und schimmelige Blätter werden samt Inhalt entsorgt. Geeignet sind saubere, trockene Schraubgläser, Gefrierdosen mit dicht schließendem Deckel oder Gefrierbeutel. Packe die Blätter so dicht wie möglich, ohne sie zu zerdrücken, und fülle Mengen ab, die du in einem Rezeptdurchgang verbrauchst. Je wärmer der Lagerort, desto schneller lässt die Qualität nach, deshalb gehört das Glas nicht neben den Herd.